Richard Wagner - Büste
Material: Polystein in Alabaster-Optik
Höhe ca. 23 cm
Produktgewicht inkl. Verpackung: 998 g
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"Wilhelm Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig) war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu die Libretti, Musik und Regieanweisungen schrieb. Er gründete die ausschließlich der Aufführung eigener Werke gewidmeten Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne. Mit seiner Schrift Das Judenthum in der Musik gehört er geistesgeschichtlich zu den obsessiven Verfechtern des Antisemitismus.
Wagner wollte die aus seiner Sicht „dekadenten“ Theater reformieren, mit Hilfe seiner Kunst zu einer besseren Volkserziehung beitragen und somit die Welt verbessern. Bereits in jungen Jahren war er von der Idee beherrscht, Musik und Drama zu verknüpfen (Das Kunstwerk der Zukunft, Oper und Drama) und in Anlehnung an die Tradition der griechischen Tragödien eine neue Kunstrichtung zu begründen. In seinen Schriften hat er immer wieder beschrieben, wie mittels Musik dramatische Handlungen zu „Botschaften“ werden können und die Musik (das weiblich „gebärende Element“) der Dichtung (der männlich „zeugende Samen“) zusätzliche Ausdruckskraft verleiht.
„Die Wissenschaft hat uns den Organismus der Sprache aufgedeckt; aber was sie uns zeigte, war ein abgestorbener Organismus, den nur die höchste Dichternot wieder zu beleben vermag, und zwar dadurch, dass sie die Wunden, die das anatomische Seziermesser schnitt, dem Leibe der Sprache wieder schließt, und ihm den Atem einhaucht, der ihn zur Selbstbewegung beseele. Dieser Atem aber ist: – die Musik!“ – Richard Wagner: Oper und DramaSeine Konzeption vertrat er mit Vehemenz und arbeitete zielstrebig darauf hin, seine Kunstidealvorstellung (in Form von Festspielen an einem Ort der Muße) zu verwirklichen. In König Ludwig II. fand er einen Gleichgesinnten, so dass beide ihre Kunstideale (Festspielhaus, Musikschule, Kunsterziehung) in München realisieren wollten. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch und konnte erst später in Bayreuth verwirklicht werden. Dort entwickelte sich Wagners Festspielkonzept vor allem mit seinem Bühnenweihfestspiel Parsifal zu einem „Religionsersatz“ durch die Kunst (Religion und Kunst).
Wagners Werke sind ein Höhepunkt der romantischen Musik und beeinflussten viele Zeitgenossen und spätere Komponisten erheblich. Vor allem der Tristan brachte die Musiksprache des 19. Jahrhunderts weit voran und gilt vielen als Ausgangspunkt der Modernen Musik.
Das betrifft vor allem die Harmonik. Mit dem Tristan, dessen erster Akt 1857 komponiert wurde, führte Wagner sie weit über den Stand hinaus, auf dem Brahms noch 1892 in seinen späten Klavierstücken op. 117 bis 119 blieb. Sie ist das Gebiet, auf dem Wagners Phantasie sich entfaltet, einen charakteristischen Personalstil entwickelt und durch die jeweilige dramatische Situation des Geschehens in Grenzen gehalten wird, sich also nicht im Unendlichen verliert. Wagners Einfluss auf die Musikgeschichte zeigt sich zum Beispiel darin, dass mehr als 100 Jahre nach der Komposition des Werkes die komplexen harmonischen Verläufe des Tristan-Akkords analysiert und unterschiedlich interpretiert wurden und von der Krise der modernen Harmonielehre die Rede war. Das sahen auch viele zeitgenössische Komponisten so. Ein besonderer Verehrer Wagners war z. B. Anton Bruckner, der durch Wagners Tod zum Trauersatz seiner siebten Sinfonie inspiriert wurde. Von Wagner übernahm er allerdings nur die Harmonik und die extreme Länge seiner Kompositionen, während seine Formen durch ihre klaren Kanten in großem Gegensatz zu den fließenden Übergängen Wagners stehen. Hier brachte erst das neue Jahrhundert mit der Zwölftontechnik Arnold Schönbergs eine echte Weiterentwicklung.
Bei Wagners Einfluss, dem sich viele zu entziehen versuchten, kann zudem nicht von einer kontinuierlichen, gleichförmigen Entwicklung gesprochen werden. Komponisten wie etwa Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Antonín Dvořák bewegten sich noch in „traditionellen“ harmonischen Bahnen, während Richard Strauss und Gustav Mahler die wagnersche Tonsprache übernahmen.
Gattungsgeschichtlich liegt Wagners Bedeutung in der Weiterentwicklung der sogenannten Nummernoper zum Musikdrama. Während etwa Webers Freischütz eine Abfolge einzelner Nummern (Arien, Duette, Chöre etc.) ist, die durch gesprochene Rezitative miteinander verbunden werden, herrscht bei Wagner – vor allem in seinen reifen Werken – die sogenannte „unendliche Melodie“. Das Orchester beginnt am Anfang eines Aktes zu spielen und hört am Aktende auf; gesprochen wird nicht. Es gibt keine Arien mehr, sondern – gesungene – Erzählungen bzw. Monologe, Dialoge etc. Sie stehen aber nicht isoliert neben- bzw. nacheinander, sondern werden miteinander durch die Orchestermusik verwoben. Dabei bedient sich Wagner der Leitmotivtechnik, d. h. er ordnet einer bestimmten Person, einem Gegenstand oder einem Gefühl (Liebe, Sehnsucht, Wut) ein bestimmtes musikalisches Motiv zu, das immer dann zu hören ist, wenn die Person, der Gegenstand oder das Gefühl auftaucht.
Wagner wollte „Gedachtes“ und „Gefühltes“ musikalisch ausdrücken und bewirkte mit einer solchen „absichtsvollen Musik“ eine bis dahin nicht gekannte „psychologische Wirkung“ beim Zuhörer. Mit der Leitmotivtechnik im Ring des Nibelungen und bei Tristan und Isolde ist ihm dies eindrucksvoll gelungen." (Wikipedia)
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Richard Wagner: Sein Leben. Sein Werk. Sein Jahrhundert
Martin Gregor-Dellin
Taschenbuch: 928 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (15. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
"Martin Gregor-Dellin, einer der profiliertesten Kenner Richard Wagners gibt in dieser fundierten und fesselnden Biografie Auskunft über das Leben und Wirken des Musikgenies, über die Menschen, die ihn prägten und die er prägte, über die Stationen seines Schaffens, über seine Zeit, die er maßgeblich beeinflusste, und über seine unvergänglichen Werke." (Amazon)
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Richard Wagner: Sein Leben, sein Werk, sein Jahrhundert
Martin Gregor-Dellin (Autor), Ulrich Noethen (Sprecher)
Gekürzte Ausgabe, Hörbuch
15 CDs (Deutsch)
"Martin Gregor-Dellin war einer der profiliertesten Kenner Richard Wagners. In dieser fundierten und fesselnden Biografie gibt er Auskunft über das Leben und Wirken des Musikgenies, über die Menschen, die ihn prägten und die er prägte, über die Stationen seines Schaffens, über seine Zeit und über seine unvergänglichen Werke. Die Hörbuchfassung, eingerichtet von Heinz-Dieter Sommer, unterstreicht die gelungene Verbindung von Lebens- mit allgemeiner Musik- und Zeitgeschichte.
Ein spannender und unterhaltsamer "Lebensroman"." (Amazon)
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Wandrer heißt mich die Welt: Auf Richard Wagners Spuren durch Europa
Markus Kiesel, Joachim Mildner, Dietmar Schuth
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: ConBrio
Sprache: Deutsch
"Kein anderer Komponist hat in den letzten 200 Jahren so polarisiert, kein anderer ist noch zu Lebzeiten so heftig angegriffen worden und in seinem Nachwirken so umstritten. Umso mehr haben sich seine Freunde von Anfang an besonders verschworen, Richard Wagner als Künstler und als Menschen zu verteidigen und einen Wagner-Kult entwickelt.
Dieser historische Reiseführer ist ein unverzichtbarer Ratgeber für alle Wagnerianer, die gern reisen oder in Reiseführern gern virtuell reisen. Endlich werden alle Lebensstationen Wagners kulturwissenschaftlich in einem einzigen Buch übersichtlich in Wort und Bild dargestellt. Und erstmals wird sein ganzes Leben nicht chronologisch, sondern geografisch erzählt.
Rund 200 Orte hat Wagner in seinem Leben betreten und dabei in insgesamt 15 Nationen Station gemacht: Neben den damals noch zersplitterten deutschen Landen waren dies die heutigen Länder Norwegen, Dänemark, Großbritannien, Belgien, Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Lettland und Russland. Er reiste zu Fuß und mit der Pferde- bzw. Postkutsche, ist mit Dampfschiffen und Segelbooten gefahren, später mit der neuen Eisenbahn, die ihn letztlich zu einem der ersten echten Europäer und Weltbürger machte. So erzählt sich auch eine Kulturgeschichte des Reisens im 19. Jahrhundert.
Dieser Reiseführer ist vollständig und versammelt alle in den Schriften und Werken Wagners und seinen Briefen und Tagebüchern genannten und von ihm aufgesuchten Orte in ganz Europa. Dabei schreiben Wagners feste Wohnsitze in Leipzig, Dresden, Paris, Zürich, München, Lausanne, Bayreuth und Venedig größere Kapitel. Nur wenige wissen, dass Wagner auch längere Zeit in London, Wien und Wiesbaden gelebt hat, dass es ihn bis nach Riga, Königsberg, Moskau und St. Petersburg verschlagen hatte und dass er Städte wie Prag, Bordeaux und Heidelberg besonders liebte. Nicht zu vergessen sind die Orte, die Schauplatz seiner Bühnenwerke sind – Antwerpen, die Wartburg bei Eisenach, der Hörselberg, Nürnberg, Metz, Palermo oder Sandwike, und schließlich die unzähligen kleineren Orte und kurzen Stationen, die alle spannende Geschichten aus Wagners Leben zu erzählen wissen.
Alle Adressen wurden für diesen Reiseführer neu und gründlich recherchiert, manche sogar erstmals ermittelt. Adressen, die heute noch zu sehen sind, werden vorgestellt und durch aktuelle Fotografien oder historische Abbildungen illustriert. Dazu gehören alle Wohnungen, in denen er seine Werke schuf, sowie die Gasthöfe und Hotels wie auch seine Wirkungsstätten, die Theater und Konzerthäuser. Ferner werden alle von Wagner beachteten Sehenswürdigkeiten vorgestellt und kunsthistorisch gewürdigt. Das sind die Schlösser und Palais, in denen er verkehrte, die Gärten, Kurbäder und Naturschönheiten, die Berge und die von ihm besonders geliebten Burgen, aber auch die von ihm weniger geschätzten Kirchen und Museen.
So mögen alle, die Wagner lieben, selbst erleben, wo Wagner weilte, wie Wagner wohnte und was Wagner in seinem wahrlich wechselvollen Wanderleben von der Welt wahrgenommen und in sein Werk hat einfließen lassen." (Amazon)
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Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dirigent: Georg Solti
Birgit Nilsson, Christa Ludwig, Kirsten Flagstad, Hans Hotter, James King
Format: Box-Set / 17 CDs
Label: Decca (Universal Music)
"Sir Georg Soltis Einspielung von Wagners Der Ring des Nibelungen ist die allererste Studioaufnahme dieses gigantischen Meisterwerks – Der legendäre Produzent John Culshaw und sein Technik-Team setzten mit diesen Einspielungen, entstanden zwischen 1958 und 1965, neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Opern-Aufnahme: Sie präsentierten die neuen Möglichkeiten der Stereo-Technik, die sie sich höchst effektvoll zunutze machten.
Soltis Ring wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrt und bleibt bis heute die absolute Referenzeinspielung." (Amazon)
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01. Wagner: Der Ring des Nibelungen - Texts & Translations
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Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen
Der Bayreuther "Jahrhundert-Ring" mit Dirigent Pierre Boulez unter der Regie von Patrice Chereau.
Format: NTSC
Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Chinesisch
Region: Alle Regionen
Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
Anzahl Disks: 5
Rheingold
Wotan - Donald McIntyre
Donner - Martin Egel
Froh - Siegfried Jerusalem
Loge - Heinz Zednik
Alberich - Hermann Becht
Mime - Helmut Pampuch
Fasolt - Matti Salminen
Fafner - Fritz Hübner
Fricka - Hanna Schwarz
Freia - Carman Reppel
Erda - Ortrun Wenkel
Woglinde - Norma Sharp
Wellgunde - Ilse Gramatzki
Flosshilde - Marga Schiml
Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Pierre Boulez
Laufzeit: 143 Minuten
Walküre
Siegmund - Peter Hoffmann
Hunding - Matti Salminen
Wotan - Donald McIntyre
Sieglinde - Jeannie Altmeyer
Brünhilde - Gwyneth Jones
Fricka - Hanna Schwarz
Gerhilde - Carmen Reppel
Ortlinde - Karmen Middleton
Waltraute - Gabriele Schnaut
Schwertleite - Gwendolyn Killebrew
Helmwige - Katie Clarke
Siegrune - Marga Schiml
Grimgerde - Ilse Gramatzki
Rossweisse - Elisabeth Glauser
Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Pierre Boulez
Laufzeit: 215 Minuten
Siegfried
Siegfried - Manfred Jung
Mime - Heinz Zednik
Der Wanderer - Donald McIntyre
Alberich - Hermann Becht
Fafner - Fritz Hübner
Erda - Ortrun Wenkel
Brünnhilde - Gwyneth Jones
Der Waldvogel - Norma Sharp
Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Pierre Boulez
Laufzeit: 228 Minuten
Götterdämmerung
Siegfried - Manfred Jung
Gunther - Franz Mazura
Alberich - Hermann Becht
Hagen - Fritz Hübner
Brünnhilde - Gwyneth Jones
Guntrune - Jeannie Altmeyer
Waltraute - Gwendolyn Killebrew
1. Norn - Ortrum Wenkel
2. Norn - Gabriele Schnaut
3. Norn - Katie Clarke
Woghilde - Norma Sheep
Wellgunde - Ilse Gramatzki
Flosshilde - Marga Schmil
Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Pierre Boulez
Chor der Bayrether Festspiele
Leitung; Norbert Balatsch
Laufzeit: 248 Minuten
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Richard Wagner - der Ring des Nibelungen
Format: Box-Set (14 CDs)
Label: Deutsche Grammophon (Universal Music)
"Herbert von Karajans legendäre Einspielung von Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ erscheint als Gesamtausgabe in der beliebten Eloquence-Reihe.
Ein „Ring“, der schon bei seiner Erstveröffentlichung bei Presse und Publikum weltweit begeistert aufgenommen wurde und auch heute noch Referenzstatus besitzt.
Den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan gelang zwischen 1966-70 eine visionäre Einspielung der vier Teile „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“, getragen von den besten Solisten der damaligen Zeit:
Dietrich Fischer-Dieskau als Wotan, Jon Vickers als unvergleichlicher Siegmund, Régine Crespin und Helga Dernesch als Brünnhilden, die herausragende Gundula Janowitz als Sieglinde und Jess Thomas als Siegfried. Auch die kleineren Partien wurden in dieser Aufnahme hochkarätig besetzt mit Christa Ludwig als Waltraute oder Helen Donath und Edda Moser als Rheintöchtern." (Amazon)
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Wagner - Bayreuth Live
André Cluytens
Box-Set: 10 Audio-CDs
"Der Sommer 1955 ist auf einmalige Weise in die Geschichte der Bayreuther Festspiele eingegangen: Mit André Cluytens stand zum ersten Mal ein französischer Dirigent vor dem Orchester in diesem deutschesten aller Opernhäuser. Nur zwei Tage vor der Premiere hatte ihn in Paris der Hilferuf von Wieland Wagner erreicht, als Einspringer die Aufführung von Tannhäuser zu leiten. Der Abend wurde ein so nachhaltiger, geradezu sensationeller Erfolg, dass Cluytens in den Folgejahren immer wieder nach Bayreuth zurückkehrte. 1956 und danach in drei weiteren Festspielsommern dirigierte er Wieland Wagners Neuinszenierung der Meistersinger und 1958 Lohengrin , 1957 anstelle von Hans Knappertsbusch erstmals auch Parsifal. Anja Silja, deren Stern in jener Zeit von Bayreuth aus weltweit zu strahlen begann, schreibt in ihren Erinnerungen (Parthas Verlag Berlin): In André Cluytens fand Wieland einen Dirigenten, der seinen Vorstellungen von einem neuen Wagnerklang besonders nahe kam. Cluytens, 1905 im belgischen Antwerpen geboren und an dessen Königlichem Theater zunächst als Chorleiter tätig, war später naturalisierter Franzose geworden. Es folgten Toulouse und Lyon, dort ab 1942 als Musikdirektor, dann ein Jahr später beim Rundfunk in Paris die Leitung des Orchestre National. Von 1947 bis 53 war er Musikdirektor der Opera Comique. Die Société des Concerts du Conservatoire in Paris wählte ihn zum Chefdirigenten. 1949 wurde er ihr Vizepräsident und blieb dies bis zu seinem Tode. André Cluytens starb am 3. Juni 1967 im Amerikanischen Hospital von Paris an Leberkrebs.
Wagner live aus Bayreuth hat eine weitere Box von Intense Media zu bieten (600201). Sie ist dem Dirigenten André Cluytens gewidmet und enthält drei von vier Opern, die er in Bayreuth dirigiert hat: Tannhäuser (1955), Meistersinger (1957) und Lohengrin (1958). Alle drei sind bereits ebenfalls auf diversen Tonträgern verbreitet worden, Tannhäuser wurde 2004 nachträglich sogar in der Festspielserie von Orfeo herausgebracht. Das hatte gute Gründe, auf die auch im kurzen Text auf der Rückseite der Intense-Box hingewiesen wird. Über der Produktion schwebt bis heute die Aura des Besonderen. Erstmals dirigierte mit Cluytens ein Franzose in Bayreuth. Er war überhaupt erst der dritte Ausländer, der nach den Italienern Arturo Toscanini (erstmals 1930) und Victor de Sabata (1939) dort dirigieren durfte. Was heute gang und gäbe ist, war es vor sechzig Jahren nicht. Es sollten noch acht Jahre vergehen, bis Bundeskanzler Adenauer und der französische Präsident de Gaulle in Paris einen Freundschaftsvertrag besiegelten, der es sich zum Ziel setzte, die Erbfeindschaft zwischen beiden Ländern ein für allemal zu beenden. Künstlerisch hat auch Cluytens dafür an einem sehr symbolträchtigen Ort Vorarbeit geleistet.
Nach langer Zeit wieder angehört, offenbart die Aufnahme zwar einige Schwächen, hat sich insgesamt aber gut gehalten. Tradition und Aufbruch sind noch nahe beieinander. Herta Wilfert als Venus und Josef Greindl als Landgraf verkörpern Erfahrung mit einem gehörigen Schuss Routine. Die Wilfert dürfte seinerzeit eine Notlösung gewesen sein. Sie kehrte nicht wieder zurück. Gré Brouwenstijn, die Elisabeth im zweiten Jahr sang, hatte ihre Nervosität, die sehr gut zu Rolle passt, schnell im Griff. Dietrich Fischer-Dieskau, wie die Brouwenstijn im zweiten Festspielsommer engagiert, gelang als Wolfram eine seiner besten Leistungen. Nicht unerwähnt soll der Walther von der Vogelweide von Josef Traxel bleiben. Dem Froh im Rheingold ähnlich, hat er in der Dresdner Tannhäuser-Fassung, die 1955 mit erweiterten Bacchanal gespielt wurde, im Sängerkrieg eine kurzes betörendes Solo: "Den Bronnen, den uns Wolfram nannte, ihn schaut auch meines Geistes Licht…" Traxel hat es mit Inbrunst und Schmelz vorgetragen. Was die Besetzung der Titelpartie anbelangt, wurde 1955 ebenfalls Festspielgeschichte geschrieben. Wolfgang Windgassen, unerschütterliches Tenor-Inventar für die nächsten fünfzehn Jahre, sang seinen ersten Tannhäuser in Bayreuth." (Amazon)
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Barenboim - Complete Wagner Operas
Daniel Barenboim (Dirigent)
Format: Box-Set
Anzahl Disks: 34
Label: Warner Classics (Warner)
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Randbemerkungen zu Richard Wagners "Ring des Nibelungen"
Torsten Meiwald
Taschenbuch: 344 Seiten
Verlag: epubli
Sprache: Deutsch
"Torsten Meiwald geht in seinen 'Randbemerkungen' Fragen nach, vor denen wohl so mancher, der sich intensiver mit Wagners Tetralogie befasst hat, ratlos geblieben sein dürfte. Er arbeitet aber auch an Stellen, von denen man bisher gar nicht ahnte, dass ein verborgener Sinn dahinter steckt, und schließlich an solchen, bei denen man allzu schnell zu verstehen glaubte, was gemeint ist. Das sind zum Beispiel Fragen wie diese: Warum nennen die Rheintöchter eigentlich Alberich nie beim Namen? – Und warum heißt Wotan anscheinend auch ebenso wie sein schlimmster Feind? – Warum heißt Wotan überhaupt Wotan und nicht Odin? ('Was deutet der Name?') – Wann beschließt Wotan, seine Burg zur Kaserne zu machen? – Wie kann Fafner als Wurm erscheinen, wenn der Tarnhelm in der Höhle liegen bleibt? – Warum setzt Alberich den Ring, der ihm ungeheure Macht verleiht, nicht als Wunderwaffe gegen die Götter ein?
Die Basis, auf der der Autor diese und viele andere Fragen behandelt, bildet seine ebenso umfassenden wie detaillierten Kenntnis der nordischen Mythologie und Literatur und ihrer Rezeption im 19. Jahrhundert, die sich mit einem profunden Wissen über Wagners Lektüre und die verschiedenen Entwurfs- und Entwicklungsstufen seiner 'Ring'-Dichtung verbinden. Dabei ist die Darstellung nie trocken und immer auf die Erhellung des dramatischen Kunstwerks bezogen, so dass die zahlreichen Erläuterungen zunächst vielleicht unwichtig scheinender Details dem Leser immer wieder verblüffende und zum Kern der Sache führende Erkenntnisse über das Ganze der Tetralogie vermitteln.
Wer sich in Zukunft mit Wagners monumentalem Weltendrama auseinandersetzen will, wird auf Meiwalds Buch nicht verzichten können. Und er wird in ihm einen klugen, freundlichen und humorvollen Reiseführer durch das zerklüftete Gebirgsmassiv dieses Werkes finden." (Amazon)
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Richard Wagner - Collector's Edition
Anzahl Tonträger: 6 LPs
Label: Deutsche Grammophon (Universal Music)
"Zum 200. Geburtstag Richard Wagners präsentiert die Deutsche Grammophon jetzt eine limitierte Sonderausgabe historischer Aufnahmen auf 6 LPs für Sammler und Genießer: Remastered in den Emil-Berliner-Studios für eine perfekte Klangqualität, auf 180g Vinyl gepresst und eingehüllt in die Originalcover der Ersteditionen der Deutschen Grammophon.
Neben Ausschnitten aus dem legendären Kleiber-Tristan finden sich mit Varnay und Windgassen absolute Stars des historischen Wagner-Gesangs, aber auch das formidable Jessye-Norman-Album unter Karajan und viele andere geschichtsträchtige Aufnahmen.
Begleitet werden die LPs von einem achtseitigen Booklet. Dieses enthält Einleitungen zu jeder einzelnen LP, verfasst vom Opern- und Wagner-Experten Mike Ashman.
Ein einzigartiger Klanggenuss und ein Muss in jeder Wagner-Fansammlung." (Amazon)
1) Bayreuther Festspiele: Opernchöre von Richard Wagner
Bayreuth Festival Chorus & Orchestra / Wilhelm Pitz
Side A:
Side B:
- Der Fliegende Holländer: Mit Gewitter und Sturm, Summ und brumm, Steuermann, lass’ die Wacht
- Tannhäuser: Freudig begrüssen wir, Beglückt dar nun dich, o Heimat, Heil! Der Gnade Wunder
- Lohengrin: Seht!, Welch ein seltsam Wunder, Gesegnet soll sie schreiten
LP 136 006 (P) 1958
- Lohengrin: Treulich geführt
- Die Meistersinger Von Nürnberg: Wach auf!, Ehrt Eure deutschen Meister
- Götterdämmerung: Hoi-ho! Ihr Gibichsmannen
- Parsifal: Zum letzten Liebesmahle
2) Tristan und Isolde – Arias & Duets
Astrid Varnay, Hertha Töpper, Wolfgang Windgassen
Bamberg Symphony Orchestra / Ferdinand Leitnre
Side A:
Side B:
- Isolde! Tristan! Geliebter (Love Duet, Part 1)
LP 136 030 (P) 1959
- Einsam wachend in der Nacht (Brangäne’s Call and Love Duet Part 2)
- Mild und leise wie er lächelt (Liebestod)
3) Jess Thomas, tenor
Richard Wagner: Meistersinger, Lohengrin, Walküre, Rheingold, Rienzi, Parsifal
Side A:
Side B:
- Die Meistersinger Von Nürnberg: Fanget an!, Morgenlich leuchtend
- Lohengrin: Höchstes Vertrau’n, In fernem Land
Berliner Philharmoniker / Walter Born
- Die Walküre: Ein Schwert verhiess mir der Vater
- Das Rheingold: Immer ist Undank Loges Lohn
- Rienzi: Allmächt’ger Vater, blick ‚ herab
- Parsifal: Nur eine Waffe Taugt
LP 136 387 (P) 1963
4) Richard Wagner: Overtures and Preludes
Side 1:
Side 2:
- Rienzi: Overture
- Tannhäuser: Overture
Wiener Philharmoniker / Karl Böhm
- Die Meistersinger Von Nürnberg: Prelude to Act 1
- Parsifal: Prelude to the Sacred Festival Drama
LP 2531 214 (P) 1979
5) Tristan und Isolde – Scenes
Side 1:
Side 2:
- Prelude Act 1
- “Herr Tristan trete nah!“
- „O sink hernieder, Nacht der Liebe“
Rene Kollo (Tristan), Margaret Price (Isolde), Kurt Moll ( King Marke), Dietrich Fischer-Dieskau (Kurwenal), Werner Götz (Melot), Brigitte Fassbaender (Brangäne), Wolfgang Hellmich (A Steersman)
- Prelude Act 3
- „O Wonne! Nein!” “Tod und Hölle!” / Isolde’s Liebestod
Staatskapelle Dresden / Carlos Kleiber
LP 410 534-1 (P) 1982
6) Tannhäuser, Siegfried Idyll, Tristan und Isolde
Side 1:
- Tannhäuser: Overture
- Siegfried Idyll
Side 2:
Tristan und Isolde:
Jessye Norman / Wiener Philharmoniker / Herbert Von Karajan
- Prelude to Act 1
- Isolde’s Liebestod
LP 423 613-1 (P) 1988 Live recording
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Der Ring des Nibelungen
Vollständiger Text mit Notentafeln der Leitmotive
Julius Burghold
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Co.-Prod. mit Atlantis Musikbuch-Verlag
Sprache: Deutsch
"Der "Ring des Nibelungen", dieser kühne Zyklus von vier abendfüllenden Musikdramen, beschäftigte den Textdichter und Komponisten von den ersten Plänen bis zur Vollendung über zwanzig Jahre lang. Neu an diesem Zyklus sind die Wortschöpfungen und Alliterationen bzw. Stabreime und auch das kompositorische Verfahren der Leitmotivik.
Dieses Buch enthält das vollständige Textbuch des Rings mit den Leitmotiven für jedes der vier Werke. Zusätzlich findet der Leser am Rand neben dem Text das jeweils erklingende bzw. die jeweils erklingenden Leitmotive sowie Angaben über die Zeitdauer des Auftretens. So wird es möglich, auch ohne Studium der Partitur oder des Klavierauszugs jene Motive zu erfassen, die im Falle einer Übereinanderschichtung nicht eindeutig bestimmbar sind." (Amazon)
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Bühne und bildende Kunst
Visualisierungskonzeptionen für Musikdramen Richard Wagners seit 1945
Johanna Werckmeister
Taschenbuch: 216 Seiten
Verlag: Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Sprache: Deutsch
"Im Mittelpunkt der Darlegungen steht das Verhältnis von Bühne und bildender Kunst, wie es in seinen verschiedenen Entwicklungsstadien nach 1945 anhand von Inszenierungen der Musikdramen Richard Wagners verdeutlicht werden kann. Gefragt wird nach Voraussetzungen, Erscheinungsformen und Konsequenzen der gegenseitigen Beeinflussung von Theater und Kunst. Die Grundlage hierzu liefern Wagner-Inszenierungen, die in den 60er, 70er und 80er Jahren an internationalen Häusern entstanden sind und für deren Bühnenraumgestaltungen bildende Künstler verantwortlich waren. Die Darstellungen dieser Inszenierungen verbinden sich mit einer kritischen Analyse der Rolle des Künstlers als Bühnenbildner im Musiktheater." (Amazon)
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Wagner Götterdämmerung - Siegfried's death and Funeral march
Klaus Tennstedt, London Philharmonic
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Berliner Philharmoniker - Der Ring ohne Worte
Dirigent: Lorin Maazel
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Thomas Mann über Richard Wagner - Lohengrin
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Richard Wagner in Venedig - Liebe, Leben und Tod
Dokumentarfilm mit Musik von Ute Neumerkel
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Die Wagners und Bayreuth - Eine deutsche Geschichte
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Der Ring von Richard Wagner - Anfang und Ende der Welt
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Der Schatz der Nibelungen - Auf den Spuren Siegfried
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Dokumentation: Wagner - Das Rheingold
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Musikaleum mit Ludwig Kusche: Richard Wagner
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